Die aktuelle Entwicklung des Strompreises

Energiesparen mit Energiesparlampen und Leuchtdioden lohnt sich immer mehr. Bereits seit etwa 1975 steigt der Strompreis allgemein stetig an. Erst zum Ende des 20. Jahrhunderts ermöglichte das Gesetz zur Liberalisierung des Strommarktes einer Vielzahl von Stromversorgern auf den Markt der alten Monopolriesen zu rücken um selber elektrischen Strom anzubieten.

Seither wird dieser Markt hart umkämpft. Die Kosten für die Endabnehmer fielen kurzzeitig, aber die Versorger schlossen sich bald zusammen und so monopolisierte sich der Markt erneut. Bereits fünf Jahre danach befanden sich die Preise wieder auf dem Ausgangsniveau oder waren sogar noch geringfügig angestiegen. Aktuell besteht der Strompreis zu etwa 40 Prozent aus Steuern und zu 35% aus Netzgebühren. Der Rest des Strompreises entfällt auf die tatsächliche Bereitstellung.

Manche Stromanbieter gewinnen auch an der Netznutzung seitens anderer Anbieter Geld. Die Ökosteuer mit etwa 2 Cent pro Kilowatt hat die Strompreise in die Höhe schnellen lassen. Das EEG (Erneuerbare Energie Gesetz) von 2000 ließ die Strompreise weiter steigen. Die Stromanbieter sind nun dazu verpflichtet, Ökostrom zu festen Preisen aufzukaufen, die oft über dem Strompreis liegt, den sie selbst pro Kilowattstunde ansetzen. Damit wird der Strom weiterhin teurer, umso mehr Wind- und Solaranlagen an das Netz gehen.

Nutzen eines Strompreisvergleichs

Die 1998 eingeführte Deregulierung auf dem deutschen Strommarkt macht es den Verbrauchern möglich, den Stromanbieter zu wechseln. Den gleichen Strom gibt es heutzutage bei verschiedenen Anbietern zu recht unterschiedlichen Preisen. Die Ursache für die Preissteigerungen der letzten Jahre auf dem Strommarkt liegt zu einem erheblichen Teil bei den Energieriesen, die als Preistreiber stets nur eine Maximierung ihrer Unternehmensergebnisse vor Augen haben. Das Bundeskartellamt ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Manipulation von Preisen an der Strombörse. Voraussetzung für einen wirklich freien Wettbewerb auf dem Strommarkt sind, neben den passenden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, die kritischen und informierten Verbraucher, die wissen worauf es ankommt. Der Vergleich der zahlreichen aktuellen sich ständig ändernden Stromtarife ist online leicht möglich. Auch die Lieferbedingungen der verschiedenen Anbieter, wie mögliche Preisgarantien und das "Kleingedruckte" lassen sich online gut vergleichen. Ein Online-Tarifvergleich kann aufzeigen, wie oftmals mehrere Hundert Euro im Jahr bei der Stromrechnung gespart werden können. Der Wechsel des Stromanbieters auf diesem Wege ist einfach und sicher, da immer eine lückenlose Stromversorgung garantiert wird. Meistens ist es nicht einmal nötig, dem alten Anbieter selbst zu kündigen. Der Strompreisvergleich und auch der Anbieterwechsel sind auf jeden Fall kostenlos.

ICE Züge bald mit Strom aus Windenergie

Schnell fahren, verträgt sich generell nicht mit Energiesparen, dass kennt man schon aus dem Motorsport und der Autoindustrie. Dennoch soll der ICE in Zukunft durch Windkraft betrieben werden und seine Leistung behalten. Sechs der ICE-Modelle stehen demnächst für den ersten Testlauf zur Verfügung. Hierbei wird die Energie ausschließlich aus denen der Windkrafträder genommen. Wenn die Bahn bislang auch in Verruf geraten ist seine bisherige Energie aus Atomkraft und immer noch aus Kohlekraftwerken zu beziehen, so ist dies ein neuer Richtungsweiser in eine sauberere Umwelt. Dies befürworten auch die Umweltschützer und hoffen auf rege Nachahmung. Die Bahn selbst sieht einen hohen Beitrag zum Klimaschutz, der weltweit Schule machen sollte. Während ein Kraftfahrzeug 100 Gram CO2 pro Kilometer ausstößt, so liegt der persönliche CO2 Ausstoß von Bus- und Bahnpendlern bei lediglich 43 Gram pro Kilometer. Diesen vergleichbar niedrigeren Ausstoß an Emissionen will die Bahn nun noch einmal verringern. Zur Verwirklichung des Unternehmens, will die Bahn zukünftig den Windpark von Märkisch Linden nutzen. Sechs moderne ICE-3-Züge sollen in den nächsten 2 Jahrzehnten ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben werden.

Stromanbieter in Deutschland

Stromanbieter in Deutschland lassen sich in überregionale und regionale kategorisieren. Dabei besitzen die überregionalen Hochspannungsnetze, welche die Bevölkerung am effektivsten mit Strom versorgen kann. Die regionalen Stromanbieter sind meist von den überregionalen Versorgern abhängig. So sind es oft Tochterunternehmen oder sie benutzen die Netze der überregionalen, was dazu führt, dass sie die überregionalen Anbieter am Gewinn beteiligen müssen. Das Gesetz definiert einen Stromanbieter als "natürliche oder juristische Personen, die andere mit Energie versorgen, ein Energieversorgungsnetz betreiben oder an einem Energieversorgungsnetz als Eigentümer Verfügungsbefugnis besitzen" (EnWG §3 Satz 1 Nr. 18(§3 Satz 1 Nr 18).


Insgesamt gibt es in Deutschland 876 Stromversorger, jedoch halten vier davon (RWE, Vattenfall, E.ON, EnBW) allein 80% des Strommarktes. Diese vier Großunternehmen sollen im Folgenden vorgestellt werden:

 

  • E.ON: E.ON ist ein Stromanbieter, welcher besonders Menschen aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Hamburg, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Bayern mit Strom versorgt. Hauptsächlich gewinnt E.ON Strom aus fossilen Energieträgern (58,8%) und Kernkraft (25,4%). Regenerative Energien machen mit gut 15% einen kleinen Teil aus. Weiterhin ist E.ON eine Aktiengesellschaft und ist DAX-notiert. Der Umsatz des Unternehmens, welches von Wulf H. Bernotat geführt wird, liegt bei knapp 88 Milliarden Euro, womit E.ON der größte (finanziell gesehen) Stromanbieter Deutschlands ist.
  • RWE: RWE ist ein bereits 1898 gegründeter Stromanbieter, welcher vor allem in Nordrhein-Westfalen, teilweise jedoch auch im Rest des Landes, tätig ist. RWE erhält 70% seiner Energie aus Atomenergie, 20% aus fossilen Energiestoffen und nur 10% aus regenerativen Energien. Mit einem Umsatz von knapp 49 Milliarden Euro ist RWE das - am Umsatz gemessen - zweitgrößte Stromunternehmen Deutschland. Die Leitung des Unternehmens haben Jürgen Großmann (Vorstandsvorsitzender) und Manfred Schneider (Aufsichtsratvorsitzender).
  • EnBW: EnBW steht für "Energie Baden-Württemberg" und ist auch in diesem Gebiet Deutschlands tätig. Die Stromkennzeichnung ist folgendermaßen: 31% fossile Energie, 45% Kernenergie und 24% regenerative Energie. Mit einem Umsatz von ca. 16 Milliarden Euro ist es hinter E.ON und RWE das drittgrößte Stromunternehmen. Den Vorsitz haben Hans-Peter Villis und Claus-Dieter Hoffmann.
  • Vattenfall: Vattenfall ist im Nord-Osten der Bundesrepublik tätig. Vattenfall gewinnt seinen Strom aus über 70% fossiler Energie, ca. 15% Kernenergie und gut 10% regenerativer Energie. Mit 13 Millionen Umsatz ist es das drittgrößte Unternehmen. Die Leitung hat Tuomo Hatakka inne.

 

Da diese Unternehmen in den letzten Jahren wegen möglicher Preisabsprachen in die Kritik geraten sind, haben auch kleinere Unternehmen, deren Hauptaugenmerk besonders auf regenerativen Energien liegt, an Zuspruch gewonnen. Die beiden wichtigsten sind hierbei "Lichtblick" und "Greenpeace energy".